Getreu dem Motto FÜREINANDER und MITEINANDER

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Getreu dem Motto FÜREINANDER und MITEINANDER

Lieber Hubertusschütze, verehrte Leser,

als uns Anfang Januar die ersten Meldungen über das Coronavirus erreichten konnte sich zunächst niemand vorstellen, welche Auswirkungen diese Krankheit auch auf uns und unsere Gesellschaft haben würde. In einer immer globalisierteren Welt machen Krankheiten jedoch nicht an Ländergrenzen halt. Seit wenigen Wochen sind wir auch in Deutschland vom Corona-Virus betroffen.

Corona verbreitet sich rasend schnell auf der ganzen Welt. Tagtäglich erreichen uns neue Schlagzeilen über die rasant steigenden Zahlen von Infektions- und Todesfällen. Die Gesundheitssysteme drohen, auch hier bei uns in Deutschland, an die Grenzen des Machbaren zu geraten. Um einen Kollaps des Systems zu vermeiden, ist das oberste Gebot, die Geschwindigkeit der Ausbreitung möglichst zu verlangsamen.

Daher haben Bund, Land und auch die Stadt Neuss Maßnahmen ergriffen, um die Ausweitung der Pandemie einzudämmen. Die getroffenen Maßnahmen sind zu unser aller Wohl getroffen worden. Die zunächst ausgesprochene Schul- und Hochschulschließung, sowie das Versammlungsverbot haben leider nicht zum gewünschten Erfolg geführt. Ein große Zahl an Mitbürgern hat sich aus egoistischen Beweggründen und uneinsichtig nicht an die eindringlichen Mahnungen gehalten. Folgerichtig haben sich Bund und Länder für die nun seit einer Woche ausgesprochene Kontaktsperre entschieden.

Obwohl die Meinungen zum Umgang mit dem Coronavirus in der Bevölkerung durchaus unterschiedlich sind, ist die Kontaktsperre aus meiner Sicht alternativlos. Die Schulschließungen, das Versammlungsverbot und nun auch die Kontaktsperre in unserem privaten und vor allem im beruflichen Bereich schränken uns stark ein. Meine Gedanken sind bei all denjenigen, deren Existenz durch die beschlossenen Einschränkungen bedroht ist. Ich kann die Regierungen auf Landes- und Bundesebene nur auffordern, die in Aussicht gestellten Hilfen, wie angekündigt unbürokratisch umzusetzen und zur Verfügung zu stellen. Das Virus stellt uns alle vor eine große Herausforderung. Jeder einzelne von uns darf das Thema Coronavirus nicht auf die leichte Schulter nehmen! Nicht wenige von uns haben Angehörige und Freunde, die zu den Risikogruppen der Älteren und Menschen mit Vorerkrankungen gehören. Wir sind nun alle gefragt, insbesondere diese Menschen zu schützen und ihnen jede mögliche Hilfe zukommen zu lassen.

In dieser herausfordernden Zeit ist es für mich eine Herzensangelegenheit, den Menschen Danke zu sagen, die mit vollem Einsatz dafür Sorge tragen, dass wir trotz der großen Einschränkungen ein weiter halbwegs funktionierendes Leben haben.

Vielen Dank an alle im Lebensmittelhandel Beschäftigte, an alle Gastronomen, die trotz erheblicher Einbußen ihr Angebot umgestellt haben und nun ihre Speisekarten soweit möglich außer Haus anbieten. Vielen Dank an die Handwerker, die Arbeiter in der Produktion und an alle in der Dienstleistung tätigen Menschen.

Ein ganz besonderer Dank geht aber an alle Menschen, die im Gesundheitswesen tätig sind! Alle Ärzte und Pflegerinnen und Pfleger leisten in diesen Tagen übermenschliches. Trotz Mangel an Schutzkleidung und Ausrüstung helfen Sie mit ihrem Einsatz Menschen zu retten und die Ausbreitung einzudämmen. Vielen Dank auch an die Mitarbeiter der Ordnungsämter, der Polizei, der Feuerwehr und allen Hilfsdiensten! Ihnen und Euch allen mein herzlicher Dank im Namen aller Hubertusschützen.

Mich haben die Bilder, Videos und Berichte insbesondere aus Italien beeindruckt, in denen der Zusammenhalt der Menschen eindrucksvoll erkennbar ist. Deutlich kann man die Kraft der Gemeinschaft erkennen. Ich glaube an diese Kraft und bin davon überzeugt, dass wir hier in Neuss diese Gemeinschaft haben. Ich würde mir daher wünschen, wenn die Aufrufe in den sozialen Medien Kerzen anzuzünden, Fahnen zu hissen, und vieles mehr noch mehr Nachahmer finden würde.

Unser Vorstand geht verantwortungsbewusst mit der Situation um.Wir haben aus diesem Grund bereits alle Veranstaltungen bis Ende April abgesagt und den Zugführern frühzeitig bekannt gegeben.

Wir beobachten die weitere Entwicklung und beraten die aktuelle Lage. Wir gehen dabei sachlich, ruhig und verantwortungsvoll im Sinne aller Hubertusschützen vor. Keiner von uns kann jedoch derzeit voraussehen wie sich die Lage weiter entwickelt. Es ist durchaus realistisch, dass auch weitere Veranstaltungen abgesagt werden müssen. Wir werden Euch über alle neuen Entwicklungen und Vorgaben der Behörden informieren.

Wie Anfangs bereits erwähnt konnten wir zu Jahresbeginn noch nicht erahnen, welche Auswirkungen die Pandemie auf uns alle haben würde. So konnten wir im Januar auf der Zugführerversammlung zwei neue Züge in unsere Gesellschaft aufnehmen. Ich begrüße die Züge Trötemänner und Hubertus Füchse in unseren Reihen. Auf der Generalversammlung habt Ihr dem Vorstand auf überwältigende Art und Weise Euer Vertrauen ausgesprochen. Hierfür auch im Namen meiner Vorstandskollegen mein herzlicher Dank. Die Schützengilde hat seit kurzem einen neuen Adjutanten. Ich gratuliere Fabio Papa zur Ernennung und viel Spaß bei diesem besonderen Amt. Mein Dank für viele schöne gemeinsame Stunden und die immer kameradschaftliche und freundschaftliche Zusammenarbeit an den bisherigen Amtsinhaber Sascha Karbowiak.

Anfang März überraschte alle Schützen die Meldung vom Rücktritt des Regimentsoberst Walter Pesch. Auch bei ihm möchte ich mich für die immer vertrauensvolle und freundschaftliche Zusammenarbeit für alle Schützen und uns Hubertusschützen bedanken. Gemeinsam mit dem Komitee haben die Korpsführer mit Bernd Herten aus dem Neusser Grenadierkorps einen Schützen mit Herz als Kandidat für die Nachfolge an der Regimentsspitze gefunden. Ich hoffe, dass wir am 8. August zum Oberstehrenabend zusammenkommen und Bernd zum neuen Oberst wählen können. Ich hoffe, dass die vorliegende Ausgabe von Hubertus allen Lesern etwas Alltag in die heutige, herausfordernde Zeit bringt.

Lasst uns getreu dem Motto FÜREINANDER und MITEINANDER zusammenstehen und für die Menschen da sein, die unsere Hilfe benötigen. Als Gemeinschaft werden wir weiter zusammenwachsen und in Zukunft wieder zusammenkommen.

Passt auf Euch auf und bleibt gesund!
Horrido!

Euer Major, Euer Volker

Kerze