Die ersten Wochen des Jahres standen ganz im Zeichen des rheinischen Winterbrauchtums. Dessen Feste und das gesellige Miteinander haben uns sicher durch die dunkle Jahreszeit getragen. Während wir Schützen uns ein wenig aus dem Fokus der Öffentlichkeit zurückgezogen haben, nutzen wir die Zeit intensiv, um uns in unseren Zügen und in der Gesellschaft auf das Schützenjahr 2026 vorzubereiten und unsere Gemeinschaft zu pflegen.
Der Blick auf die Weltlage erfüllt uns jedoch mit tiefer Sorge. Besonders die Eskalation im Nahen Osten vor wenigen Wochen erschüttert uns zutiefst. Es fällt schwer, Entscheidungen nachzuvollziehen, die menschliches Leid und globale Instabilität befeuern. Diese Erschütterungen spüren wir längst auch hier – sei es durch wirtschaftliche Unsicherheiten oder ein schwindendes Vertrauen in eine stabile Ordnung.
Unser Verein ist ein wertvolles Stück Heimat
Gerade in Zeiten, in denen die Weltpolitik unberechenbar wirkt, wird deutlich, wie wichtig das Schützenwesen als Ankerpunkt ist. Unser Verein ist ein wertvolles Stück Heimat. Während die Nachrichten oft von Konfrontation geprägt sind, zählen bei uns das verlässliche Wort des Schützenbruders und ein Zusammenhalt, der über Generationen gewachsen ist. Hier finden wir die Stabilität und Menschlichkeit, die im großen weltpolitischen Gefüge derzeit so schmerzlich vermisst werden.
Im Januar haben wir in der Zugführer- und der Generalversammlung auf das vergangene Jahr zurückgeblickt und die Weichen für 2026 gestellt. Besonders freut mich, dass wir in der Zugführerversammlung einen neuen Schützenzug aufnehmen konnten: Ich begrüße die Mitglieder der „Prachtburschen“ herzlich in unseren Reihen!
Ein herzliches Dankeschön an Dr. Uwe Kirschbaum
Unsere harmonische Generalversammlung brachte auch eine personelle Veränderung im Vorstand mit sich. Nach 12 Jahren im Amt trat unser EDV-Beauftragter Dr. Uwe Kirschbaum nicht mehr zur Wahl an. Als erster Inhaber dieses Amtes hat Uwe seine Aufgabe jederzeit mit vollem Einsatz und viel Herzblut ausgefüllt. Im Namen aller Hubertusschützen spreche ich ihm für sein Engagement ein großes Lob und ein herzliches Dankeschön aus. Als sein Nachfolger wurde mit überwältigendem Votum Cornel Brand (Nüsser Keiler) gewählt. Ich wünsche Cornel stets eine glückliche Hand und freue mich auf die kommende Zusammenarbeit. Bei den weiteren Wahlen wurden alle Vorstandsmitglieder mit beeindruckenden Mehrheiten bestätigt. Auch im Namen meiner Kollegen danke ich euch für das entgegenbrachte Vertrauen.
Auch im Neusser Schützenregiment gab es personelle Wechsel. Nach über 20 Jahren ist Karl-Heinz „Acki“ Ackermann im März als Hauptmann der Schützenlust ausgeschieden. Ich danke ihm für die stets freundschaftliche und konstruktive Zusammenarbeit. Seinem Nachfolger Stephan Walla gratuliere ich herzlich zur Wahl.
Ebenfalls gab es einen Wechsel an der Spitze der Artillerie: Christian Schlangen hat sein Amt an den bisherigen Adjutanten Michael Mertens weitergegeben, während Julian Brockers zum neuen Adjutanten berufen wurde. Auch Christian danke ich herzlich für die gute Zeit und wünsche den neuen Amtsinhabern viel Erfolg.
Freud und Leid liegen oft nah beieinander. Die Nachricht vom Tod unseres Ehrenmitglieds Hubert Weissweiler hat uns schwer getroffen. Sein Verlust hinterlässt eine große Lücke in unserer Gesellschaft. Meine Gedanken sind bei seiner Frau Heidi, seiner Familie, seinem Zug „Jägermeister“ und allen Freunden. Mögen sie Kraft in den schönen Erinnerungen finden. Wir werden Hubert stets ein ehrendes Andenken bewahren.
Das Schützenjahr nimmt nun Fahrt auf
Im März standen bereits die Korps- und Regimentsschießen an. Ich gratuliere unserer Schießmannschaft herzlich zum Sieg beim Regimentsschießen! Zudem wurde Alexander Ramirez (Schützengilde) als bester Einzelschütze geehrt. Herzliche Glückwünsche gehen ebenfalls an den neuen König der Schützengilde, Michael Walzer. Ich wünsche ihm und seiner Königin ein unvergessliches Jahr.
Ein besonderes Highlight erwartet uns in wenigen Wochen: Die Landesgartenschau (LaGa) in Neuss öffnet ihre Tore. Das Rennbahngelände wurde dafür aufwendig und – wie ich finde – sehr gelungen umgestaltet. Ich bin davon überzeugt, dass wir dort gemeinsam mit den Besuchern Ende August ein wunderschönes Schützenfest feiern werden.
Mit großer Vorfreude blicke ich auf das Schützenjahr 2026 und darauf, dieses wieder gemeinsam mit der großen Neusser Schützenfamilie zu erleben.
Horrido
Euer
Volker Albrecht

