In diesem Jahr ist alles anders!

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In diesem Jahr ist alles anders!

Lieber Hubertusschütze, verehrte Leser, in meinen Vorworten der Hubertus-Zeitung nutze ich regelmäßig die Möglichkeit, auf stattgefundene Veranstaltungen unserer Gesellschaft zurückzublicken.

Oftmals kommen mir beim Schreiben viele schöne Bilder und Erinnerungen in den Kopf, über die ich immer wieder gerne berichte. Im Mittelpunkt der zweiten Ausgabe von HUBERTUS steht dabei traditionell der Rückblick auf das Königsbiwak zu Ehren unseres jeweiligen Hubertuskönigspaares.

Diese erste große Veranstaltung ist für uns Hubertusschützen immer etwas ganz besonderes. Auf dem Biwak kommen wir in großer Zahl zusammen, um in stimmungsvoller, fröhlicher Runde unseren Hubertuskönig mit seiner/unserer Königin zu ehren und zu feiern. Das Biwak ist für uns Hubertusschützen der Startschuss in die für alle Neusser spürbare Zeit vör die Dag.

Andererseits berichten wir auch immer wieder aus dem Regiment und schauen auf die Vielzahl von korpsübergreifenden Veranstaltungen zurück. Wir gratulieren den üblicherweise neu ermittelten Korpskönigen und -siegern. Gerne berichte ich auch in der jeweils zweiten Ausgabe unserer Zeitung von der Versammlung der Bürger und Bürgerssöhne, die seit Ende des Krieges immer mit einem donnernden und für alle Neusser spürbaren „Zog Zog“ beschlossen wurde.

In diesem Jahr ist alles anders!

Wir alle, unabhängig davon ob Bürger oder Schütze, mussten uns durch die im März diesen Jahres ausgebrochene Pandemie in unserem Privat- und Berufsleben massiv einschränken. Wir sind alle mehr oder weniger verunsichert, haben teilweise Existenzängste und nur wenig Planungssicherheit.

Covid-19 hat die ganze Welt nach wie vor im Griff. Durch die beschlossenen Auflagen haben wir Hubertusschützen, wie alle Vereine im Neusser Regiment, aber auch die vielen anderen Vereine im nahen und fernen Umland, alle Veranstaltungen, alles gesellschaftliche Leben in den vergangenen Monaten absagen müssen. So kann auch unser geliebtes Heimatfest in diesem Jahr nicht stattfinden. Wir können in diesem Jahr Ende August nicht zusammenkommen, um uns für den ganzjährigen Einsatz zu belohnen und um gemeinsam mit unseren Familien, unseren Freunden und den vielen Besuchern vier fröhliche ausgelassene Tage zu feiern. Die Absagen sind allen Verantwortlichen nicht leicht gefallen. Die Entscheidungen sind jedoch alternativlos und nur sehr schweren Herzens getroffen worden.

Keiner kann derzeit sagen, wie der weitere Verlauf der Pandemie aussehen wird. Wir als Gesellschaft können nur von Monat zu Monat versuchen, nach vorne zu schauen, um dann über die Durchführung unserer weiteren Gesellschaftstermine zu entscheiden.

Ich bin dafür sehr dankbar, dass sich unser Königspaar Freddy und Carina bereiterklärt hat, ihr Königsjahr zu verlängern und alle Hubertusschützen auch in diesen schweren und ungewöhnlichen Zeiten zu repräsentieren.

Meinen Dank weite ich aber auch auf unsere Klangkörper aus, die ihre Verbundenheit mit uns Schützen deutlich gemacht haben und sich schon jetzt bereit erklärt haben, in unveränderter Zusammensetzung im nächsten Jahr wieder für uns aufzuspielen.

Anfang Juni haben wir Hubertusschützen die traurige Nachricht vom Tod des Chefredakteurs unserer Zeitung erhalten. Viel zu früh ist Axel Zens aus dem Zug Spätzünder aus dem Leben gerissen worden. Unsere Gedanken sind bei seiner Frau Heike und ihren beiden Töchtern.

Die Schlagzeilen der letzten Tage vermelden leider steigende Corona Infektionszahlen. Wir müssen alle nach wie vor aufeinander aufpassen und dürfen das für alle weiterhin bestehende Risiko nicht unterschätzen. Nur so können wir den in Deutschland bisher glimpflichen Verlauf aufrechterhalten und damit weitere bzw. erneute Einschränkungen vermeiden.

Lasst uns alle getreu unserem Motto MITEINANDER und FÜREINANDER das Beste aus der Situation machen und zusammenstehen.

Bleibt bitte alle Gesund!
Horrido!

Euer Major, Euer Volker